Donnerstag, 28. Juli 2011

27.07.2011 Tag 12 San Francisco








Wir treffen uns das erste Mal diesen Urlaub in langer Hose und Pulli, aber das x-te Mal um 07:30 Uhr. Mit einem Kaffee von Starbucks schreiten wir durch den kühlen und diesigen Morgen zum Union Square. Die Straßen sind noch recht leer und die tief hängenden Wolken sorgen für eine gespenstische Stimmung. Um 08:20 Uhr kommt unser Hop-On Hop-Off Bus und wir fahren weiter bis zum Pier 33. Hier holen wir unsere Tickets für unsere Alcatraz Tour ab, die Klaus in weiser Voraussicht schon lange gebucht und mir zum Geburtstag geschenkt hatte. Denn die Tour ist bis zum 12. August ausverkauft.


Da unser Boot auf die berüchtigte Gefängnisinsel erst um 11:30 startet, haben wir noch etwas Zeit den Pier 39 mit seinen ganzen Souvenierläden und Restaurants zu erkunden. Noch ist es leer und viele Geschäfte machen erst um 10:00 Uhr auf. Wir schlendern weiter und kommen vollkommen überraschend in ein Museum mit alten Spielautomaten. Die tolle Sammlung mit den nostalgischen Stücken war bestimmt etwas für Adi. Wir probieren das ein oder andere Gerät aus. Sie sind voll funktionstüchtig und so kann sich Klaus mit einer alten Armdrückmaschine messen.


Dann geht endlich unser Boot nach Alcatraz. Inzwischen ist es aufgeklart und die Sonne kommt durch. Es sind inzwischen bestimmt so 19° C. Auf Alcatraz sehen wir einen toll gemachten Film über die Geschichte der Insel. Sie war zunächst unbewohnt und ungenutzt. Erst, als San Francisco mit dem Goldrausch 1849 schnell von einem 300-Seelen-Ort zu einer Stadt heranwuchs, wurde die Insel interessant. 1853 begann man dort mit einem Festungsbau. Dieses Fort sollte die Einfahrt in die Bucht bewachen. Schon zu Zeiten des Bürgerkrieges waren hier die ersten Soldaten inhaftiert. Berühmt geworden ist Alcatraz jedoch als Gefängnis. Im Zeitraum von 1934 bis 1963 wurden hier die gefährlichsten Verbrecher der Vereinigten Staaten eingesperrt. So zum Beispiel auch Al Capone.


Wir machen einen tolle Auditor (auf Deutsch) durch das eigentlich Gefängnisgebäude und erfahren so aus Berichten von Inhaftierten und Gefängniswärtern, wie es damals im Hochsicherheitsgefängnis so zugegangen ist. Anschaulich wird erzählt:

- Wie der Alltag der Gefangenen in ihren vier Quadratmetern großen Zellen aussah.

- Wie Aufstände und Ausbruchsversuche abgelaufen sind

- und wie es tatsächlich drei Inhaftierten gelang, aus dem Gefängnis auszubrechen. Allerdings hat man diese nie wieder gefunden und geht davon aus, dass sie im kalten Wasser ertrunken sind.


Nach dieser Tour, die wir jedem empfehlen würden, geht es zurück in die Stadt. Wir essen am Pier 39 im Sea Lion Café mit Blick auf die in der Sonne liegenden Seelöwen. Danach steigen wir bei herrlichem Sonnenschein und kühlen 22° C in den Hop-On Hop-Off Bus um schnell zur Brücke zu fahren. Je näher wir dem Westteil der Stadt kommen, desto trüber wird die Sicht und desto kühler das Wetter. Als wir den Aussichtspunkt erreichen sind wir durchgefroren, können aber immerhin die Brücke sehen. Auch wenn die Türme bereits wieder im Nebel verschwinden.


Nach den vielen Fotos ist uns sehr kalt und wir wollen nur noch zurück ins Hotel. Mit dem nächsten Bus geht es an weiteren Sehenswürdigkeiten vorbei zurück zum Union Square. Schnell gehen wir ins Hotel und fallen alle erschöpft in unsere warmen Betten.

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